Interview mit den Holzhändlern

Die Firmen "Goodwood Holz Jahn" (goodwood Holzhandel GmbH) und "Holz Thurner" (Josef Thurner Holz GmbH) beliefern uns mit hochwertigem Holz für unsere Naturmöbel. Lesen Sie im nachstehenden Interview, was uns mit unseren Holzlieferanten verbindet.

Ing. Gert Jahn, Geschäftsführer der Firma "Goodwood Holz Jahn".

Ing. Matthäus Thurner (Juniorchef) und KR Josef Thurner (Seniorchef) von der Firma "Holz Thurner".


Herr Jahn, Herr Thurner, Ihre Familienbetriebe gehören zu den größten Zirbenhändlern Europas. Wann und wie haben Sie den Trend zur Zirbe erkannt?

Gert Jahn

GERT JAHN: Wir gehören zu den fünf größten Betrieben Österreichs und vermutlich auch Europas. Am Anfang waren die Abnehmer eher Tischlereibetriebe, mittlerweile sind es auch viele Privatpersonen, weil sich die wohltuende Wirkung der Zirbe in der Gesellschaft herumgesprochen und großen Anklang gefunden hat. Im Jahr 2016 war die Zirbe so gefragt wie nie. Aktuell wird wieder weniger Zirbenholz geschlägert, nicht zuletzt deswegen, weil die Abholzung eher in den Wintermonaten stattfinden soll und man in dieser Hinsicht immer stark vom Wetter abhängig ist.

 

JOSEF THURNER: Mir persönlich hat Zirbenholz immer schon gefallen, das zeigt auch die 40-jährige Wohnstube, in der wir gerade das Interview machen (lacht). Es ist ein bisschen rustikal und sehr natürlich! Das Zirbenholz erzeugt ein allgemeines Wohlbefinden, das ich nicht erklären kann. Du kannst es nur fühlen. Unser ganzes Haus ist mit Zirbenmöbeln ausgestattet und unsere Kinder schlafen in Zirbenbetten. Mir persönlich gefällt die Struktur des Holzes sehr, es ist nicht nur schön anzusehen, sondern es wirkt auch beruhigend. Der große Ansturm auf die Zirbe begann mit der Forschung des Joanneum Research Centers in Graz, die erkannt haben, dass die Zirbe positive Auswirkungen auf uns Menschen hat. So haben wir in den vergangenen Jahren unser Absatzvolumen um den Faktor 5 gesteigert.

 

Wo genau wachsen heimische Zirben- und Eichenbäume?

Gert JahnGERT JAHN: In den Nockbergen und in den österreichischen Alpen. Sollte die Nachfrage weiter steigen bzw. in Österreich weniger Zirbenholz geschlägert werden, werden wir in Zukunft auch Zirbenholz von ausgesuchten Lieferanten aus Südtirol beziehen, die ebenso den Regeln der nachhaltigen europäischen Forstwirtschaft unterliegen.

 

MATTHÄUS THURNER: Wir beschäftigen uns intensiv mit dem Thema Zirbenholz. Mein Vater hat den Trend zur Zirbe rechtzeitig erkannt und mir das Know-how über diese besondere Kiefernart übertragen. Vor Jahren haben wir begonnen, viele kleine Sägen in ganz Österreich zu besuchen und Verträge mit ihnen abzuschließen. Die größten Wuchsgebiete finden wir in den Kärntner Nockbergen, im Tiroler Zillertal,  in der Steiermark im Gebiet Murau und in Salzburg rund um Tamsweg. Die Eiche wächst im Grunde in ganz Österreich, der Fokus liegt aber in der Steiermark. So können wir LaModula garantieren, ausschließlich Holz aus Österreich zu liefern!

 

Das von Ihnen bezogene Zirben-, aber auch Eichenholz ist für seine hohe Güte bekannt. Was genau bedeutet "handselektiert" und wie schaffen Sie derart hohe Qualitätsstandards?

Gert JahnGERT JAHN: Die PEFC-Zertifizierung macht möglich, dass genau nachverfolgt werden kann, aus welchem Wald das von uns verwendete Holz stammt. Wir werden von der Holzforschung Austria streng kontrolliert. Einmal pro Jahr gibt es auch ein Audit, da kommt dann persönlich jemand vorbei, um alle Schritte genauestens zu prüfen. Wir kaufen Rundholz, welches direkt zur Säge unserer Wahl, einem zertifizierten Partnerbetrieb, transportiert wird. Der Transport wird bereits von uns organisiert. Anschließend wird das Holz schonend getrocknet. Uns ist dabei besonders wichtig, dass die Hölzer luftgetrocknet bzw. vorgetrocknet werden. Die Trocknung ist ein großes Kriterium für die spätere Qualität.

 

MATTHÄUS THURNER: Für die Qualität des Zirbenholzes ist zu beachten, dass die Winterschlägerung eingehalten wird. Im Sommer geschlagenes Holz (von Ende Mai bis Ende August) wird oft vom Bläuepilz befallen. Auch die richtige Lagerung und Trocknung sind für die Güte ausschlaggebend. Die Vortrocknung geschieht auf unserem Lagerplatz im Lesachtal. Das Holz muss hier drei bis vier Wochen vortrocknen, denn die gute Farbe entsteht durch den Kontakt mit der Luft. Da das Holz für den Möbelbau nicht mehr als zehn Prozent Feuchte aufweisen darf, wird es anschließend technisch getrocknet. Danach wird jedes Holzbrett händisch gelattet. Handselektiert bedeutet, dass jedes einzelne Holzstück von uns persönlich kontrolliert, vermessen und bonifiziert wird. Eventuelle Fehler wie Risse, Fäule oder Bläue werden weggeschnitten.

 

JOSEF THURNER: Sogar die großen deutschen Holzhändler beziehen ihr Holz über uns. Da wir das Holz einkaufen, wann es verfügbar ist, kommt es momentan zu Platzproblemen. Das ist der Grund, warum wir eine neue Lagerhalle bauen. LaModula bekommt dort eine eigene Lagerfläche, dann werden die Abläufe noch leichter und schneller vonstattengehen.

 

Sie sind PEFC-zertifiziert. Was bedeutet dieses Gütesiegel für Sie in Bezug auf Nachhaltigkeit?

Gert JahnGERT JAHN: Wir handeln auf Basis des österreichischen Forstgesetzes und achten auf nachhaltige Forstwirtschaft, das bedeutet, dass für jeden abgeholzten Baum wieder ein neuer angepflanzt wird. Die PEFC-Zertifizierung ist deshalb so wichtig, da sie die Aufforstung und den Schutz der Wälder durch nachhaltige klimafitte Waldbewirtschaftung gewährleistet.

 

MATTHÄUS THURNER: Wir sind PEFC-zertifiziert und können nachweisen, dass das verkaufte Schnittholz zum größten Teil* von PEFC-zertifizierten Betrieben bezogen wird. Grundsätzlich ist wichtig, dass eingeschlagenes Holz aus nachhaltig bewirtschafteten Forsten stammt und somit eine Balance im Ökosystem gewährleistet wird. Glücklicherweise kann man sagen, dass in Österreich, trotz hohem Holzverbrauch, mehr Holz nachwächst, als verarbeitet wird. Speziell Zirbenholz wird von kleinen Familienbetrieben bezogen, die meist über eigene Wälder verfügen und selbst an einem ausgeglichenen Verhältnis zwischen Einschlag und Aufforstung interessiert sind. Meiner Meinung nach hat PEFC in anderen Teilen der Welt mehr Bedeutung als in Mitteleuropa.

*LaModula erhält zu 100 % PEFC-zertifiziertes Holz.

 

Wie zufrieden sind Sie mit der geschäftlichen Beziehung zu LaModula?

Gert JahnGERT JAHN: Ich bin sehr dankbar für diese Geschäftsbeziehung. Zwischen uns besteht eine Basis auf Augenhöhe, die mittlerweile schon freundschaftlich geworden ist. Natürlich muss es auch finanziell passen. Im Grunde muss das Vertrauen stimmen – mir ist Ehrlichkeit sehr wichtig.

 

 

MATTHÄUS THURNER: Wir sind froh, dass wir LaModula als Kunden haben. Das Villacher Unternehmen ist sogar unser wichtigster Abnehmer von Zirbenholz! Von Anfang an haben wir viel von ihnen gelernt und wir glauben, dass die Zusammenarbeit sehr gut funktioniert. Rückblickend kann ich sagen, dass eine enorme Entwicklung in sehr kurzer Zeit stattgefunden hat. Wir haben ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und sind sehr froh, dass es diese Kooperation gibt!

 

JOSEF THURNER: Es ist eine wunderbare Zusammenarbeit mit Handschlagqualität, alle Abläufe funktionieren gut! LaModula ist unser größter Zirbenholzkunde. Das Schöne ist, wenn einmal etwas nicht passt, können wir alles ausreden, denn unsere Vertrauensbasis ist sehr gut. Ich kann mir für eine funktionierende Zusammenarbeit nicht mehr wünschen!

 

Vielen Dank für das Gespräch!

 

Kontakt

goodwood Holzhandel GmbH
Mühlweg 7
A-9131 Grafenstein (Kärnten)
Tel.:+43 664 853 75 39
+43 660 1363997
office@goodwood-jahn.at
 
 

Josef Thurner Holz GmbH
Kötschach 163
A-9640 Kötschach-Mauthen (Kärnten)
Tel.: +43 4715/8125
thu@thu.at
www.thu.at

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