„Weniger ist mehr“ – so lässt sich der richtige Umgang mit Zirbenmöbeln beschreiben. Damit sich das ätherische Öl Pinosylvin, das im Zirbenholz vorkommt, entfalten kann, sollte die Holzoberfläche nicht durch Lacke, Öle oder Wachs versiegelt werden. Eine Ausnahme stellen viel beanspruchte Dielen oder sehr alte Objekte dar, an denen der Zahn der Zeit schon länger nagt – was sich im Falle von Zirbenholz allerdings erst nach vielen, vielen Jahren bemerkbar macht.
Das Holz der Zirbe hat eine wunderbare Eigenschaft: Es enthält das ätherische Öl Pinosylvin. Dieses ist für den unvergleichlichen Duft von Zirbenmöbeln verantwortlich. Vor allem die Astlöcher des Holzes lassen an den letzten Urlaub in den Bergen erinnern.
Das ätherische Öl Pinosylvin verleiht dem Holz seinen aromatischen und unverwechselbaren Duft.
Durch Behandlung mit Lack, Öl oder Wachs würden die Poren der Zirbe verstopfen und der sanfte Geruch gehemmt werden.
Tipps zur (Nicht-)Behandlung der Holzoberfläche
Unbehandeltes Zirbenholz duftet wunderbar und braucht keine Veredelung. Es altert in Schönheit – sprich: dunkelt mit den Jahren leicht ins Rötliche nach und wird immer attraktiver. Die oben genannten Eigenschaften bleiben auch bei langer Nutzung erhalten, vorausgesetzt, die Oberfläche wurde nicht durch Lack-, Öl- oder Schelllacküberzüge "abgesperrt". Auf diese Art der Versiegelung können Sie beim naturbelassenen, schonend getrockneten Holz der Zirbelkiefer getrost verzichten. Die Farbe ist hell. Beliebt ist auch die lebhafte Zeichnung des Holzes. Der angenehme Duft ist ein weiterer Grund, warum die Zirbe so gerne als Möbelholz verwendet wird.
Im Bedarfsfall genügt es, die Oberfläche sehr fein abzuschleifen, damit die ätherischen Duftstoffe wieder vermehrt austreten können.
An Stellen, an denen Zirbenmöbel häufig berührt werden, können mit der Zeit Verfärbungen entstehen. Um diese zu entfernen, schleifen Sie vorsichtig mit Sandpapier in Faserrichtung über die betroffenen Stellen. Bei stärkeren Verfärbungen verwenden Sie zuerst ein etwas gröber gekörntes Sandpapier (Körnung 150). Wichtig ist, dass die abschließende Nachbearbeitung immer mit feinem Sandpapier (Körnung 240) erfolgt! Nach kurzer Behandlung können Sie den charakteristischen Duft der Zirbe riechen und die Holzoberfläche wirkt wie neu.
Manchmal reicht es auch, sich ein wenig zu gedulden. Denn das Zirbenholz (als Werkstoff) arbeitet und so kann es sein, dass leichte Flecken einfach von selbst verschwinden.
Behandlung von Einrichtungsgegenständen aus Zirbenholz
Selbst naturnahe Oberflächenbeschichtungen beeinträchtigen den charakteristischen Zirbenduft. Auch das häufig empfohlene, an sich geruchsarme Bienenwachs kann im Zusammenspiel mit Zirbenholz einen unangenehmen Geruch entwickeln, der jedoch schnell wieder verfliegt.
Wer eine geölte oder gewachste Oberfläche für viel beanspruchte Gegenstände oder Dielenbretter wünscht, greift am besten auf ein offenporiges, nicht schichtbildendes Holzschutzwachs oder Fußbodenöl zurück.