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Matratzen und Topper, Yogamatten, Gummistiefel oder Autoreifen: Naturkautschuk wird für zahlreiche Alltagsprodukte verwendet. Gewonnen wird der Rohstoff aus dem Milchsaft des Kautschukbaums Hevea brasiliensis. Wo die Unterschiede zwischen synthetischem Latex und Naturlatex liegen, welche Eigenschaften Naturlatex für Matratzen mitbringt und vieles mehr erfahren Sie hier.
Naturkautschuk wird aus dem Milchsaft des Kautschukbaums gewonnen. Das Material wird bereits seit vielen Jahrhunderten für unterschiedliche Nutzgegenstände verwendet. Doch welche Eigenschaften zeichnen Naturkautschuk aus und wie lassen sich Produkte aus Naturlatex richtig pflegen?
Die Verarbeitung von Naturkautschuk stellt besondere Anforderungen: Bei niedrigen Temperaturen kann das Rohmaterial spröde, bei großer Hitze klebrig werden. Durch die entsprechende Verarbeitung entstehen Materialeigenschaften, die Naturkautschuk für unterschiedliche Einsatzbereiche interessant machen.
Dank seiner Formbarkeit lässt sich Naturkautschuk zu unterschiedlichen Produkten verarbeiten. Auch bei der Herstellung von Matratzen kommt Naturlatex zum Einsatz. Mehr über seine Eigenschaften im Matratzenkern erfahren Sie weiter unten im Text.
Wer gerne Yoga macht oder beim Sport Gymnastikmatten nutzt, hat vermutlich auch schon von Yogamatten aus Naturkautschuk gehört. Ihr Vorteil ist, dass sie sehr rutschfest und atmungsaktiv sind, was sie zu guten Begleitern für sportliche Tätigkeiten macht. Naturkautschuk-Yogamatten sind etwas schwerer als Kunststoffvarianten.
Eine omnipräsente Verwendungsform von Naturkautschuk ist natürlich das Gummi von Autoreifen. Ebenso beliebt sind Gummistiefel aus Naturlatex. Die englische umgangssprachliche Bezeichnung wellies geht zurück auf die erste Form des Gummistiefels, die „Wellington Boots“ (1824). Heute gibt es Naturkautschuk-Gummistiefel in weicher oder harter Ausführung. Gemeinsam haben jedoch alle Varianten, dass sie dank der Kautschukbeschichtung jeden Wetterumschwung mitmachen.

Übrigens: Auch Kaugummi enthält zu einem gewissen Anteil Naturkautschuk und kann dadurch erst seine charakteristisch-zähe Konsistenz bekommen.
Naturlatexprodukte können bei richtiger Pflege über viele Jahre genutzt werden. Damit eine oder Matratzenauflage aus Naturlatex ihre Materialeigenschaften möglichst lange behält, empfiehlt es sich, sie regelmäßig zu drehen oder zu wenden. Idealerweise übernehmen das zwei Personen gemeinsam, da Matratzen aus Naturlatex ein höheres Gewicht haben können.
Naturkautschuk-Gummistiefel werden im Außenbereich unterschiedlichen Witterungsbedingungen ausgesetzt. Für die Pflege empfiehlt es sich, die Stiefel nach Gebrauch mit kaltem Wasser zu reinigen und Verschmutzungen zu entfernen. Alternativ kann eine milde Seifenlauge und ein weiches Tuch verwendet werden. Auch eine Yogamatte aus Naturkautschuk lässt sich einfach reinigen: Ein feuchtes Tuch und klares Wasser eignen sich für die regelmäßige Pflege. Anschließend sollte die Matte gut trocknen. Waschmaschinengänge, Öle oder große Wassermengen können das Material beeinträchtigen.
Naturlatex beziehungsweise Naturkautschuk ist ein vielseitig einsetzbares Material. Doch wie unterscheiden sich die Begriffe Kautschuk und Latex? Und welche Eigenschaften unterscheiden Naturlatex von synthetischem Latex?
Naturkautschuk und Naturlatex sind grundsätzlich untrennbar verbunden. Denn Latex besteht aus:
Der genaue Anteil der einzelnen Bestandteile kann je nach Herkunft und Verarbeitung variieren. Produkte aus Naturlatex basieren auf Naturkautschuk, der aus dem Milchsaft des Kautschukbaums gewonnen wird.
Der Kautschukbaum (Hevea brasiliensis) stammt ursprünglich aus Mittelamerika. Heute wird Naturkautschuk vor allem in Regionen Asiens und Afrikas gewonnen. Dafür wird die Rinde des Baumes vorsichtig angeritzt. Der austretende Milchsaft – die sogenannte Latexmilch – wird in Sammelgefäßen aufgefangen.

Anschließend wird die Latexmilch zu unterschiedlichen Latexprodukten verarbeitet. Je nach Verarbeitung und Verwendungszweck kann Latex in fester, flüssiger oder pulverisierter Form vorliegen. Für die Weiterverarbeitung wird die Latexmilch aufbereitet und unter anderem mit geeigneten Zusatzstoffen stabilisiert.
Die Vulkanisierung ist ein Verfahren zur Veränderung der Materialeigenschaften von Naturkautschuk. Dabei wird der Kautschuk unter anderem mit Schwefel oder anderen Vulkanisationsmitteln behandelt. Das Verfahren geht auf Entwicklungen aus dem 19. Jahrhundert zurück, 1839 von Charles Goodyear initiiert.
Bei der Herstellung von Dunlop-Latex wird die Latexmilch aufgeschäumt und in Formen gegossen. Durch die anschließende Erwärmung entsteht eine charakteristische Zellstruktur mit zahlreichen kleinen Luftkammern. Durch Waschen und Trocknen werden Bestandteile aus dem Herstellungsprozess reduziert.
Eine weitere Variante ist Talalay-Latex. Dabei wird die Latexmilch zunächst aufgeschäumt und anschließend tiefgekühlt. Durch diesen Prozess entsteht eine spezielle, offenporige Struktur des Materials.
Beide Verfahren werden unter anderem für die Herstellung von Matratzenkernen aus Naturlatex eingesetzt.
Naturlatex wird auf Basis von Naturkautschuk hergestellt, der aus dem Milchsaft des Kautschukbaums gewonnen wird. Synthetischer Latex wird hingegen überwiegend auf Basis petrochemischer Rohstoffe hergestellt.
Die Bezeichnung „Naturlatex“ allein gibt nicht immer eindeutig Auskunft über den tatsächlichen Anteil an Naturkautschuk. Wer Wert auf einen hohen Naturkautschukanteil legt, sollte daher auf die konkrete Materialzusammensetzung und entsprechende Herstellerangaben achten. Naturlatex zeichnet sich durch seine hohe Elastizität und Punktelastizität aus. Seine offenporige Struktur unterstützt den Luftaustausch und kann Feuchtigkeit innerhalb des Matratzenkerns besser ableiten.
Im Unterschied zu synthetischem Latex basiert Naturkautschuk auf dem Milchsaft des Kautschukbaums. Damit unterscheiden sich beide Materialien insbesondere hinsichtlich ihrer Rohstoffbasis und ihrer Materialeigenschaften. Bei unseren Naturlatexmatratzen legen wir besonderen Wert auf eine klar ausgewiesene Materialzusammensetzung und eine sorgfältige Verarbeitung.
Aber: Was unterscheidet nun die Naturvariante von der künstlichen? Die wohl wichtigsten Faktoren sind, dass Naturlatex
Naturkautschuk-Matratzen und entsprechende Auflagen sind längst kein Geheimtipp mehr, wenn es um die Bettausstattung geht, und das aus mehreren guten Gründen.
In einer Matratze oder einem sorgen viele kleine Zellstrukturen für die besonderen Materialeigenschaften von Naturlatex. Bei Belastung passt sich das Material flexibel an und kehrt anschließend wieder in seine ursprüngliche Form zurück.
Naturlatex ist somit hoch punktelastisch und gut geeignet für Menschen, die schnell mit Rückenproblemen zu kämpfen haben. Dadurch kann sich die Liegefläche gezielt an unterschiedliche Körperbereiche anpassen und eine gleichmäßige Druckverteilung unterstützen. Das hohe Raumgewicht vieler Naturlatexmatratzen trägt zur Stabilität und Formbeständigkeit des Materials bei. Bei regelmäßiger Pflege und entsprechend hochwertiger Verarbeitung kann eine Naturlatexmatratze ihre Eigenschaften über viele Jahre bewahren.
Die offenporige Struktur von Naturlatex unterstützt den Luftaustausch innerhalb des Matratzenkerns. Dadurch kann Feuchtigkeit, die während des Schlafens entsteht, besser abtransportiert werden und zu einem angenehmen Schlafklima beitragen.
Naturkautschuklatex enthält natürliche Latexproteine, die bei empfindlichen Personen allergische Reaktionen auslösen können. Deshalb spielt die Qualität der Verarbeitung eine wichtige Rolle. Bei hochwertigen Naturlatexprodukten werden die Materialien sorgfältig verarbeitet und entsprechend aufbereitet. Wer auf Latex empfindlich reagiert oder bereits eine Latexallergie kennt, sollte vor der Nutzung einer Naturlatexmatratze ärztlichen Rat einholen und die Materialangaben des Herstellers beachten.
Wie bei vielen Naturmaterialien kommt es auch bei Naturlatex auf die Qualität der Rohstoffe, die Verarbeitung und die transparente Materialzusammensetzung an.
Bilder:
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