Guter Schlaf ist wichtig und doch geht es vielen so: Man ist müde, aber kann nicht schlafen. Damit die Probleme beim Einschlafen genauso wie die schlaflosen Nächte der Vergangenheit angehören, reicht es oft schon, einige Tipps und Tricks zu beherzigen oder auf natürliche Hausmittel zurückzugreifen. Wir haben Ihnen eine Übersicht der gängigsten Einschlafhilfen zusammengestellt, damit Sie abends besser einschlafen können.

Hausmittel: Natürliche Einschlafhilfen

Nicht umsonst sind die klassischen Hausmittel gegen Einschlafprobleme nach wie vor beliebt: Wenn Kopf und Körper partout nicht zur Ruhe kommen wollen, kann man sich natürlicher schlaffördernder Mittel bedienen, um besser in den Schlaf zu finden. Oft helfen alte, aber wirksame Hausmittel Wunder – je mehr man diese mit einem Ritual verbindet, desto besser. Wer jeden Tag zur gleichen Zeit sein Glas warme Milch mit Honig oder seinen Kräutertee vor dem Schlafengehen trinkt, erleichtert sich das Einschlafen.

Eine beruhigende Tasse Tee

Tee zum Einschlafen

Tee ist ein besonders beliebtes Mittel, das Einschlafen zu erleichtern. Vor allem Kräutertee-Sorten wie Kamille, Lavendel, Zitronenmelisse oder Baldrian sollen helfen, schneller Schlaf zu finden. Alle diese Kräuter wirken beruhigend. Oft gibt es auch spezielle Käutertee-Mischungen wie Guten-Abend- oder Gute-Nacht-Tee, die sich positiv auf die Einschlafdauer auswirken sollen.

Heiße Milch mit Honig

Milch enthält zwar das schlaffördernde Hormon Melanin und die für gutes Schlafen ebenso wichtige Aminosäure Tryptophan, allerdings nur in sehr kleinen Mengen. Es ist bisher nicht wissenschaftlich erwiesen, dass warme Milch mit Honig tatsächlich beim Einschlafen helfen kann.

Das heißt aber natürlich nicht, dass dieses Hausmittel allein schon aus psychologischen Gründen seine Wirkung bei manchen Menschen nicht gut entfalten kann – ein Versuch kann jedenfalls nicht schaden!

Duftöle zum besseren Einschlafen

Lavendel, Hopfen, Baldrian – alle drei Duftöle sind für ihre beruhigende Wirkung bekannt und können das Hineingleiten in entspanntes Schlafen fördern. Lavendel beruhigt die Gedanken nach einem stressigen Arbeitstag, Hopfen unterstützt das Einschlafen und hilft bei Kopfschmerzen, während Baldrian mit seiner ausgleichenden Wirkung nicht nur die Grübeleien in Schach hält, sondern auch Stimmungsschwankungen bekämpft.

Magnesium gegen Einschlafprobleme

Ausreichend Magnesium lässt den Organismus besser schlafen. Hat man zu wenig von dem Element im Körper, kann es zu Einschlafproblemen und nächtlichen Muskelkrämpfen kommen. Magnesium kommt aber in vielen Nahrungsmitteln vor wie zum Beispiel Vollkornbrot und -nudeln, Hirse oder Kürbiskernen – der richtige Speiseplan kann also schon eine optimale Einschlafhilfe sein.

Tipps & Techniken für besseres Schlafen

Die gerade genannten Hausmittel können ohne Frage nützlich sein – aber was, wenn die Einschlafprobleme an Lärm von außen liegen, den man nun mal nicht beeinflussen kann? Oder wenn hinter den Schlafschwierigkeiten ein Gedankenkarussell steckt, das einfach nicht stillstehen will? Dann wird es Zeit für diese Tipps zum besseren Einschlafen!

Was essen vor dem Schlafen gehen?Essen vor dem Schlafen

Ein voller Magen schläft nicht gerne – die letzte Mahlzeit des Tages sollte nicht zu schwer sein und mindestens drei Stunden vor dem Zubettgehen stattgefunden haben. Ansonsten ist der Darm mit der Verdauung beschäftigt und erschwert ein ruhiges Schlafen.

Wenn man es aus Zeitgründen einmal nicht schafft, schon einige Stunden vor dem Schlafen zu essen, sollte das Abendessen möglichst leicht und gut verdaulich sein.

Beruhigende Gedanken und Schäfchen zählen

Viele kennen das: Kaum liegt man im Bett, kommen sie – die lästigen Gedanken. Nicht nur störendes Alltägliches, sondern auch die großen Probleme der Welt und man weiß: So wird das nichts mit dem Einschlafen.

Nur was tun, wenn der Kopf einfach keine Ruhe geben will? Zuerst sollte man sich vom Unbedingt-Einschlafen-Wollen verabschieden. Je mehr Druck man aufbaut, desto schlechter wird es funktionieren.

Das Grübeln auf morgen zu verschieben fällt oft nicht so leicht. Meditations- und Entspannungsübungen können die Symptomatik lindern, aber auch das altbekannte Schäfchen zählen soll helfen, den Gedankenstrom zu beruhigen. Es müssen natürlich nicht unbedingt Schäfchen sein – wichtig ist das monotone Zählen an sich. Als Einschlafmethode ist das Zählen allerdings umstritten, weil manche meinen, gerade das würde wach halten.

Kopfhörer zum Schlafen

Manchen Menschen hilft es, beim Einschlafen entspannender Musik, Meeresrauschen oder einem beruhigenden Hörbuch zu lauschen. Schläft man nicht allein, kann diese Vorliebe zu Problemen mit dem Schlafzimmergenossen führen. Manche Hersteller haben daher extra Kopfhörer entwickelt, die beim Schlafen nicht stören.

Besser einschlafen mit der richtigen AtemtechnikAtemtechnik: Ins Traumland atmen

Die richtige Atemtechnik soll das Einschlafen unterstützen – manchmal wird versprochen, dass man mit der richtigen Technik innerhalb von 60 Sekunden in den Schlaf findet. Besonders oft ist hier von der 4-7-8-Methode die Rede. Bei dieser simplen Übung atmet man vier Sekunden ein, hält dann sieben Sekunden entspannt die Luft an und atmet acht Sekunden lang möglichst gleichmäßig aus – so lange, bis man sich im Land der Träume wiederfindet.

Sich mit Selbsthypnose zum Einschlafen bringen

Was zunächst einigermaßen befremdlich klingt, soll mit etwas Übung zu meistern sein: Man versucht, sich selbst in Morpheus‘ Arme zu hypnotisieren. Dabei kann man entweder auf schriftliche oder mündliche Anleitungen zurückgreifen.

Mit Rhythmus wieder in den Takt kommen

Ein täglich gleichbleibender Rhythmus hilft dem Organismus, sich zur richtigen Zeit auf Schlaf einzustellen. Das heißt, es ist hilfreich, jeden Tag etwa um die gleiche Uhrzeit aufzustehen und zu Bett zu gehen – auch am Wochenende. Wer müde ist, sollte trotzdem versuchen, die Aufsteh-Zeit einzuhalten und eher auf ein kurzes Mittagsschläfchen von 10 bis 20 Minuten zurückgreifen.

Schlafzimmer: Das Ambiente macht‘s

Auch das Schlafzimmer beeinflusst das Schlafen – dabei kommt es auf die Wandfarbe genauso an wie auf Möbel, Matratzen und Beleuchtung. Die Wände sollten möglichst in einem beruhigenden Ton gestrichen sein, Möbel aus Holz und die richtige  Matratze tun ihr übriges.

Bei der Beleuchtung gilt:  Warmes Licht ist die beste Wahl. Zudem sollte die Möglichkeit bestehen, das Zimmer völlig zu verdunkeln. Alternativ helfen Schlafmasken, mit denen sich in Windeseile alle störenden Lichtquellen ausblenden lassen!

Was hilft, wenn man trotz allem nicht einschlafen kann?

Wenn Einschlafstörungen trotz aller Bemühungen anhalten, sollten Sie mit Ihrem Arzt darüber sprechen. Natürlich gibt es Medikamente, die das Einschlafen erleichtern, sie sollten aber immer das allerletzte Mittel sein, zu dem Sie greifen. Denn der beste, gesündeste Schlaf ist immer noch der, in den der Körper ganz von selbst verfällt – und das ist definitiv kein unmögliches Unterfangen!

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