Der richtige Härtegrad für Ihre Matratze

 
18.05.2018

Bei der Suche nach einer passenden neuen Matratze spielt immer auch der Härtegrad eine Rolle, schließlich soll die Matratze weder zu weich noch zu hart sein. Hier lesen Sie alles über die unterschiedlichen Härtegrade bei Matratzen, wie Sie berechnen, welcher Härtegrad der richtige ist – und warum dieser eben nicht nur vom Gewicht abhängt.

Was bedeutet der Härtegrad bei Matratzen?

Der Härtegrad gibt Auskunft über die Festigkeit einer Matratze und darüber, welches Liegegefühl sich bei einem bestimmten Körpergewicht einstellt. Den passenden Härtegrad zu finden, ist dabei keine reine Spielerei: Ist die Matratze zu weich oder zu hart für die eigenen körperlichen Voraussetzungen, stellen sich schnell Rückenschmerzen, Durchblutungsstörungen und Verspannungen ein, die sogar chronisch werden können.

Die einzelnen Abstufungen des Härtegrads werden oft mit H und einer Zahl angegeben, also zum Beispiel H2 oder H3. Andere Hersteller wiederum benennen die Härtegrade mit einem F für Festigkeit. Wir bei LaModula teilen unsere Naturmatratzen in die Härtegrade Medium und Fest ein. 

Theoretisch unterliegen nämlich die Härtegrade der DIN-1957-Norm. Dabei handelt es sich um ein Prüfverfahren, mit dem die Eigenschaften einer Matratze getestet werden. Allerdings legt jeder Händler die Werte, die diese Tests ergeben, anders aus und so ist die H3-Matratze eines Anbieters nicht unbedingt mit der H3-Matratze eines anderen gleichzusetzen.

Es ist deshalb sinnvoller, grundlegend in weich, mittelfest und fest einzuteilen und im Beratungsgespräch alle Feinheiten zu klären. Nach Möglichkeit sollten Sie die neue Matratze auch bis zu 3 Wochen probeweise nutzen: Erst nach diesem Zeitraum hat sich die Wirbelsäule an die neue Unterlage gewöhnt und Sie können ein sicheres Urteil fällen.

H2, H3, H4: Matratzen und Härtegrade

Falls Sie sich bei den häufig verwendeten Bezeichnungen H1 bis H5 fragen, was es damit auf sich hat, lautet die Faustregel: Je kleiner die Zahl, desto weicher ist die Matratze. Zur groben Übersicht dient folgende Aufteilung.

  • H1: sehr weich
  • H2: mittelhart
  • H3: hart
  • H4: sehr hart
  • H5: extrem hart

Die Varianten H1 und H5 sind eher seltene Ausführungen, da es nicht viele Erwachsene gibt, die entsprechend leicht oder schwer sind. Eindeutig im Durchschnitt liegen Matratzen mit Härtegrad H2 oder H3.

Bitte beachten Sie, dass die Einteilung in F- bzw. H-Härtegrade in erster Linie eine Orientierungshilfe ist. Denn ob Ihre Matratze den richtigen Härtegrad hat, hängt auch maßgeblich mit der Punktelastizität zusammen. Darunter versteht man die Tatsache, dass der Körper genau an den belasteten Stellen einsinkt.

Matratzen von LaModulaJe höher die Punktelastizität, desto ergonomisch sinnvoller ist die Matratze, da sie die Wirbelsäule an genau den richtigen Stellen stützt. Matratzen aus Naturlatex beispielsweise weisen hohe punktelastische Eigenschaften auf.

Das Liegegefühl und der Komfort hängen also nicht allein von der Härtegrad-Bezeichnung ab, sondern auch vom Material und der Einteilung in einzelne Zonen. Diese haben wiederum eine unterschiedliche Härte. Eine 7-Zonen-Matratze hat zum Beispiel eine Schulterabsenkung, die dafür sorgt, dass Seitenschläfer nachts trotzdem gesund liegen.

Bei so vielen Unterscheidungen und Optionen stellt sich Ihnen vermutlich die Frage, wie Sie denn nun tatsächlich den richtigen Härtegrad für Ihre Matratze finden können. Neben einer ausführlichen Expertenberatung vor Ort können Sie mit den folgenden Kriterien bereits selbst eine gute Auswahl treffen.

Welcher Härtegrad bei der Matratze ist richtig?

Das Körpergewicht spielt zwar eine Rolle, was den Härtegrad der Matratze betrifft, allerdings ist es nicht der einzige entscheidende Faktor. Es ist also nur bis zu einem gewissen Grad möglich, den perfekten Härtegrad für Ihre Matratze zu berechnen.

Den Härtegrad der Matratze berechnen

Wenn Ihr Körper sehr leicht ist, sinkt er weniger tief ein als der eines schwereren Menschen. Dass schwere Menschen also keine allzu weiche Matratze wählen sollten und umgekehrt, ist also nur logisch. Eine etwas konkretere Orientierung ergibt folgende Rechnung:

Körpergröße in cm – 100

Liegt das Ergebnis über dem Körpergewicht (gemessen in Kilogramm), ist eine weiche Matratze empfehlenswert. Entspricht es etwa dem Körpergewicht, eignet sich eine mittelfeste Matratze. Und eine feste Matratze ist die beste Wahl, wenn das Ergebnis unter dem Körpergewicht liegt.

Zum Beispiel würden sich also bei einer Person mit 73 Kg Körpergewicht und einer Größe von 169 cm folgende Zahlen ergeben: 

169 – 100 = 69

73 > 69

Die Person bräuchte also eine eher feste Matratze, um gesund und bequem zu liegen. Allerdings kommt es darüber hinaus auch auf das Zusammenspiel von Matratze und Lattenrost, die Schlafposition und das Matratzenmaterial an.

Gewicht und Härtegrad der Matratze

Das Körpergewicht ist ein wichtiger Faktor für den richtigen Härtegrad einer Matratze – allerdings lassen sich in dieser Hinsicht keine Pauschalaussagen treffen, denn letztendlich geht es vor allem um die Verteilung des Gewichts.

Ein Mensch, der oft schwimmt, hat eine schwerere Schulterzone. Jemand, der weniger aktiv ist, hat vielleicht einen kleinen Bauch und damit eine schwerere Körpermitte. Die beiden Personen mögen ähnlich viel wiegen, bringen aber unterschiedliche Anforderungen an den Härtegrad der Matratze mit. Die folgende Übersicht ist also ein weiteres Mal eher als Orientierungshilfe zu verstehen.

  • H1: Körpergewicht bis 60 Kg
  • H2: Körpergewicht von 60-80 Kg
  • H3: Körpergewicht von 80-100 Kg
  • H4: Körpergewicht von 100-130 Kg
  • H5: Körpergewicht über 130 Kg

Die Grenze zwischen H4 und H5 ist zudem fließend und an sich sind beide Kategorien für sehr schwere Menschen geeignet.

Bei einer sehr weichen Matratze gilt übrigens: Wählen Sie im Zweifelsfall lieber den nächsthöheren Härtegrad und legen Sie einen Topper auf, wenn Sie weicher liegen möchten. Schon bei einem Körpergewicht von 65 Kg sinkt Ihr Körper nämlich zu tief in die H1-Matratze ein und es können Rückenschmerzen entstehen.

Matratzen-Härtegrade für Bauch-, Rücken- und Seitenschläfer

Die passende Matratze muss bewirken, dass die Wirbelsäule in jeder Schlafposition möglichst ihre natürliche doppelte S-Form behält.

Matratzen Härtegrad für Bauchschläfer, Rückenschläfer und Seitenschläfer

Bauch- und Rückenschläfer bringen dabei andere Anforderungen mit als Menschen, die gerne auf der Seite schlafen.

In letzterem Fall muss der Härtegrad in der Schulterzone nämlich unbedingt niedriger sein, damit die Schultern weiter einsinken und keine Krümmung der Wirbelsäule entsteht.

In Bauch- und Rückenlage hingegen muss vor allem das Becken etwas weiter einsinken, damit die Wirbelsäule gerade bleibt.

Es ist also grundsätzlich sinnvoller, beim Härtegrad auf ein Zonensystem zu achten als auf einzelne Härtegrade im Gesamtbild.

Wenn Sie hier die richtige Auswahl treffen, können Sie Verspannungen und Schmerzen im Rücken verlässlich vorbeugen – ganz egal, in welcher Position Sie schlafen!

Der Matratzen-Härtegrad bei Rückenschmerzen

Wenn Sie morgens mit Rückenschmerzen aufwachen, sind nachts Verspannungen entstanden, weil die Wirbelsäule unnatürlich angespannt war. Das kann auch auf der besten Matratze gelegentlich passieren, falls Sie diese Schmerzen aber gar nicht mehr loswerden, sollten Sie sie keinesfalls ignorieren.

Die richtige Matratze bei RückenschmerzenDenn sie sind ein Anzeichen dafür, dass Wirbelsäule und Bandscheiben nachts nicht regenerieren können und werden womöglich chronisch, wenn nichts dagegen unternommen wird.

Lassen Sie sich also gegebenenfalls von Schlafexperten beraten und investieren Sie in eine Matratze mit richtigem Härtegrad, die den Rücken zwar bequem einsinken lässt, aber dennoch stützt. So entsteht Druckentlastung und Ihre Wirbelsäule wird nicht mehr zusammengestaucht.

Der Matratzen-Härtegrad für Kinder / Kleinkinder

Dass jeder erwachsene Mensch unterschiedliche Anforderungen an den Härtegrad der Matratze mitbringt, ist logisch – doch wie sieht es mit kindlichen Wirbelsäulen aus? Säuglinge und Kinder befinden sich schließlich im Wachstum und verbringen bis zu 12 Stunden im Bett. Die Liegefläche muss also die natürliche Entwicklung der Wirbelsäule unterstützen.

Matratze Härtegrad für Kinder

Vor allem bei Säuglingen und Kleinstkindern ist eine nicht zu weiche Matratze wichtig, da die Wirbelsäule in diesem Alter noch gerade ist. Die S-Form muss sich erst ausbilden. Ein Baby sollte maximal 3 cm in die Matratze einsinken, diese ist also am besten mittelhart.

Kleinst- und Kleinkinder können bereits bis zu 4 cm in die Matratze einsinken, recht viel weiter sollte es jedoch nicht sein. Allerdings darf natürlich bei aller Gesundheit der Komfort nicht fehlen – Ihr Kind soll schließlich auch bequem liegen!

Matratzen mit Härtegraden für zwei Personen

Wenn zwei Personen in einem Bett schlafen, kann das zur Herausforderung werden: Neben der Bettdecke, die für beide den richtigen Wärmegrad hat, muss auch die Matratze stimmen. Was also tun, wenn das Gewicht ganz unterschiedlich ist und eine Person eigentlich eine weichere Matratze bräuchte als die andere? Der Liebe wegen auf guten Schlaf verzichten? Das muss nicht sein!

Grundsätzlich empfehlen wir, bei zwei unterschiedlichen Gewichtsklassen auf zwei separate Matratzen auszuweichen.

Matratzen Härtegrad für 2 Personen

Die störende Besucherritze muss dabei kein Hindernis darstellen: Überdecken Sie sie einfach mit einem Topper. Und Höhenunterschiede zwischen zwei Matratzen lassen sich leicht mit einem Ausgleichsrahmen aus der Welt schaffen.

Alternativ gibt es auch Matratzenmodelle, bei denen zwei Matratzenkerne aneinandergefügt und mit einem Bezug überzogen sind. So entsteht eine Matratze in Doppelbettgröße, die aber zwei Härtegrade aufweist. Diese Variante eignet sich vor allem, wenn der Gewichtsunterschied nicht allzu groß ist.

Gibt es den perfekten Matratzen-Härtegrad?

Eine Matratze mit dem passenden Härtegrad zu finden, mag auf den ersten Blick schwierig erscheinen. Viele unterschiedliche Härtegrade, Angaben zu Gewicht und Schlafgewohnheiten – hier kommt schnell Verwirrung auf, und dabei will man doch nur alles richtig machen.

Es muss aber gar nicht schwer sein: Vertrauen Sie auf die Kompetenz von Fachleuten. In ausführlichen Beratungsgesprächen finden wir von LaModula gerne mit Ihnen heraus, welche Matratzenhärte für Sie passt und mit welchen weiteren Faktoren Sie den Härtegrad an Ihre Bedürfnisse anpassen können.

Denn Berechnungen mit Körpergewicht und -größe dienen zwar als guter Anhaltspunkt, sind jedoch längst nicht die einzigen Kriterien, die Sie bei der Entscheidung in Betracht ziehen sollten. Aber keine Sorge: Auch auf Sie wartet schon eine Matratze mit dem perfekten Härtegrad!

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